Arbeitskreise

Die Vereinigung Westfälischer Museen unterstützt gegenwärtig zwei Arbeitskreise:

Arbeitskreis Sammlung und Internet

Der AK "Sammlung und Internet" hat folgende Aufgaben:
Erstens die Verständigung über ein gemeinsames Format der Sammlungsdokumentation
Bereitstellung einer online-Plattform zur geregelten Inventarisierung. Das zweite Ziel ist mit dem Auftritt bei museum-digital.de weitest gehend erreicht worden. Es sind bisher allerdings nur teils nicht repräsentative Bruchteile der Bestände dort abrufbar. Weitere Mitstreiter sind stets willkommen; sie mögen sich bei Manfred Hartmann melden.

Geschichte des Arbeitskreises Sammlung und Internet

Nach reiflicher Diskussion im Vorfeld wurde auf der Vorstandssitzung der Vereinigung Westfälischer Museen nach der Herbsttagung in Arnsberg am 13. November 2009 eine dreiteilige Strategie beschlossen, mit der die westfälischen Museen zukünftig in kohärenter Weise im Internet öffentlich sichtbar sollen.

1) Die öffentliche Präsentation der Mitgliedsmuseen geschieht analog zum Schwesterverband, dem Verband Rheinischer Museen, im Rahmen dieses neuen Portals. Andere Museen sind im Kulturatlas Westfalen zu finden, der vom LWL-Museumsamt gepflegt wird.
2) Für die interne Kommunikation sollen insbesondere Rundmails durch den Geschäftsführer genutzt werden.
3) Die öffentliche Präsentation der Sammlungsbestände soll bei museum-digital.de stattfinden.

Für die konsistente fachwissenschaftliche Erfassung der Sammlungen vorzugsweise zum internen Gebrauch wurde dagegen die Gründung eines neuen Arbeitskreises angestrebt. Die konstituierende Sitzung fand am 01. März 2010 im LWL-Museumsamt in Münster statt. Als Sprecher wurden dabei Manfred Hartmann (LWL-Museumsamt), Dr. Rita Kauder-Steiniger (Stadtmuseum Münster) und Guido Nockemann (Lippisches Landesmuseum, Detmold) bestimmt. Der Arbeitskreis gab sich den Namen "Sammlung und Internet". Seither haben einige informelle Workshops stattgefunden.

Arbeitskreis Museumspädagogik

Ziele
Bei der Gründungsversammlung wurden die Ziele des von Ulrich Neseker geleiteten AK schriftlich formuliert:
- innerhalb der Vereinigung Westfälischer Museen ein offenes Gesprächsforum bieten,
- gute Erfahrungen aus verschiedenen Museen untereinander bekannt machen,
- ähnlich gelagerte Initiativen besser vernetzen und
- gegenseitige Hilfen bei der Realisierung vor Ort geben.

Zugleich versteht sich der Arbeitskreis als lockere Runde von Museumsleitern und wissenschaftlichen Mitarbeitern mit Museumspädagogen und Pressevertretern, die das gemeinsame Interesse zusammenführt, die jeweilige Museumsarbeit besser und vor allem effektiver zu gestalten und von neuen Anregungen für den eigenen Bereich zu profitieren. Um diese Ziele zu erreichen, organisiert der Arbeitskreis eigene Tagungen als Informations- und Fortbildungsveranstaltungen.

Zum Konzept der Tagungen
Die Tagungen sollen Einblicke in die Bildungs- und Vermittlungs-Arbeit der einzelnen Häuser geben. Wichtig ist dabei der Praxisbezug. Als Tagungsteilnehmer soll man möglichst selbst an museumspädagogischen Programmen teilnehmen können. So wurden sehr schöne Ausstellungen im wahrsten Sinn des Wortes erlebt. Bisher konnten z.B. historische Spiele gespielt, Zigarren gerollt oder Stadtrundgänge gemacht werden, und es bestand die Möglichkeit, Papier zu schöpfen, mittelalterliche Schrift zu üben oder als Blinde bzw. Sehbehinderte römische Geschichte zu erfahren. Dazu gibt es bei den Tagungen immer Kurzbeiträge, in denen in höchstens 15 Minuten neue Ausstellungen, Programme oder Trends vorgestellt werden.

Nicht zuletzt sind diese Veranstaltungen ein Gesprächsforum für Gleichgesinnte. Aus diesem Grund ist immer Zeit für die Teilnehmer, sich mit anderen Pädagogen und Wissenschaftlern auszutauschen, Kooperationen zu vereinbaren oder einfach über die Probleme zu sprechen, die bei immer kleiner werdenden finanziellen Ressourcen der Kommunen im kulturellen Bereich besonders häufig und massiv auftreten.

Der AK ist bemüht, die Tagungsorte auf ganz Westfalen zu verteilen. Das ist bisher auch gut gelungen, wenn man einmal davon absieht, dass das für viele potenzielle Interessenten weit entfernte Siegerland bisher zu kurz gekommen ist. Es gibt aber auch politische Gründe, einmal in einer bestimmten Stadt zu tagen: Wenn es zum Beispiel um die Rettung eines Museums geht, kann eine solche Tagung, die über die Vereinigung Westfälischer Museen organisiert wird, Wunder bewirken! Weitere Gründe, in einem Museum zu tagen, sind Neueröffnungen oder besonders spannende Ausstellungen.

Geschichte des AK Museumspädagogik

Auf der Frühjahrstagung 1994 der Vereinigung Westfälischer Museen am 29. April fand die Gründungsversammlung einer Arbeitsgemeinschaft "Museumspädagogik und Öffentlichkeitsarbeit" im Rahmen der VWM statt. Die Initiative zur Gründung der AG kam von Klaus Kösters aus dem damaligen Referat für Museumspädagogik der Landesbildstelle Westfalen und von Joachim Meynert, dem stellvertretenden Leiter des Mindener Museums für Geschichte, Landes- und Volkskunde. Während der Diskussion, ob eine solche AG innerhalb der Vereinigung etabliert werden sollte, gab es durchaus nicht nur Befürworter. Bei der Abstimmung ergab sich dann aber eine große Mehrheit für die Gründung der AG Öffentlichkeitsarbeit und Museumspädagogik.

Nach einer ersten gemeinsamen Tagung mit der Vereinigung im Oktober 1994 in Paderborn trafen sich interessierte Museumspädagogen und Museumsleiter dann am 20.02.1995 im Stadtmuseum Beckum, um den AK organisatorisch auf stabilere Beine zu stellen. Herr Kösters schlug deshalb in Absprache mit Herrn Dr. Polenz als dem Geschäftsführer der VWM vor, einen Sprecher sowie ein Gremium aus etwa drei weiteren Personen zu wählen, deren Aufgabe in der Vorbereitung und Mitarbeit an den Tagungen der Vereinigung Westfälischer Museen sowie in der Planung von Veranstaltungen des AK (Fortbildungen) bestehen sollte. Das Sprechergremium sollte an den Vorstandsversammlungen der Vereinigung teilnehmen. Ulrich Neseker wurde zum Sprecher bestimmt, anschließend wählten die Anwesenden ein Gremium aus vier Personen, von denen auch heute noch zwei in der Museumspädagogik aktiv sind: Margret Sonntag aus Gescher und Petra Brinkmann aus Minden.

Tagungsorte
Da eine Beteiligung des AK bei den Frühjahrstagungen der VWM aus zeitlichen Gründen nicht möglich war, fand im Juni 1995 in Minden eine erste eigenständige Veranstaltung statt. Tagungsthema war "Freizeit im Museum". Am 11.12.1995 kam ein weiteres Treffen des AK in Gescher zustande. Seitdem ist dieser Termin in vielen Kalendern vermerkt: Es ist der erste Montag nach der ersten vollsä�ndigen Woche im Dezember.

Die weiteren Tagungsorte waren:
1996 das Burghofmuseum in Soest,
1997 das Falkenhofmuseum in Rheine,
1998 das Römermuseum in Haltern,
1999 das Westfälische Museum für Naturkunde in Münster,
2000 das Westfälische Landesmuseum für Kunst in Münster und
2001 das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake.
Die Tagungen ab 2002 sind samt ihrer Programme auf der umfassenden Rückschau-Seite verzeichnet.